Narrenbaum

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Begriff Definition
Narrenbaum

Ein etwas magerer Baum, der zu Beginn der Fastnacht oft fast endlos sich hinziehend langsam, von Zimmerleuten aufgestellt wird. Offensichtlich werden von den Werktätigen zwischendurch ausgedehnte Spaziergänge zum am weitesten entfernten Bier oder Viertele unternommen, damit es keiner sieht. Wird als Gegensatz zum Grünen Holz, dem Kreuz Christi, dem Lebensbaum, interpretiert als Dürres Holz, Totenbaum, wie es sich für ein Symbol der verkehrten, unharmonischen Welt, für die Fastnacht mit ihren gottleugnenden Narren, den Toten, gehört. Symbol der linken Gegenwelt, des Bösen. Passt gut in die Landschaft. Nachbarorte mit ihrem seltsamen Humor, streben danach, ihn, kaum mühsam aufgestellt, klammheimlich kichernd abzusägen. Von den Krankenkassen nicht gern gesehen, sorgt für chronischen Bluthochdruck. Die Rolle des Frühlingsboten aber übernimmt der weniger gerupft aussehende, wesentlich heiligere, freundliche und bänderumflatterte Maibaum. Juhei!